Discours Agités #3 | Tradition der Heroinnen
Literarischer Salon für Andrea Simmen und Kristin T. Schnider. Mit Nadia Brügger, Valerie Meyer, Judith Keller und Kristin T. Schnider
In den 1990er Jahren mischten die beiden Schriftstellerinnen Andrea Simmen (1960–2005) und Kristin T. Schnider (*1960) den Schweizer Literaturbetrieb auf. Sie schrieben über herkömmliche Narrative hinweg, befragten politische und soziale Missstände und interessierten sich für marginalisierte Lebensrealitäten und Daseinsformen. Für beide blieb die Sprache ein Wagnis: Ihren Texten ging und geht es um ein Erzählen, das dem Ungesicherten gegenüber offenbleibt. Nadia Brügger und Valerie Meyer laden zum literarischen Salon für die beiden Autorinnen ein und fragen nach, was ihre Texte bis heute anzetteln und welchen unverzichtbaren Beitrag sie zur Traditionsbildung schreibender Frauen in der Schweiz geleistet haben. Neben Kurzlesungen aus den Texten sprechen sie mit Kristin T. Schnider sowie der Autorin Judith Keller, die für Simmens «Ich bin ein Opfer des Doppelpunkts» (Reihe der Autor:innen / Wallstein) das Nachwort verfasst hat. Im Anschluss ist das Publikum eingeladen, auf der Grundlage eines von Brügger und Meyer in der Reihe «Discours Agités» erschienenen Essai zu Simmen und Schnider über Traditionslinien weiblichen Schreibens in der Schweiz zu debatieren.
Zu den Büchern: Andrea Simmens erstmals 1991 erschienenen Erzählungen «Ich bin ein Opfer des Doppelpunkts» sind 2025 in der «Reihe der Autor:innen» neu herausgegeben worden. Die Neuauflage von Kristin T. Schniders Debüt «Die Kodiererin» (1989) ist für 2027 ebenfalls bei Wallstein geplant.
Über die Projekte: Mit der «Reihe der Autor:innen» holen Alit und Wallstein ausgewählte Texte aus der Vergessenheit und machen sie der Öffentlichkeit (wieder) zugänglich.Im Rahmen von «Discours Agités» erscheinen im Verlauf des Jahres acht literarische Essais zum Zustand der Schweizer Literaturlandschaft in einem Newsletter. Jeder Essai wird an einer zugehörigen Veranstaltung debatiert, um den literarischen Diskur in der Schweiz zu fördern.
Vor der Veranstaltung in der Photobastei, findet um 17 Uhr die jährliche Mitgliederversammlung von «Alit – Netzwerk für Literatur» ebenfalls dort statt.
Fotocredits Keller: Ayse Yavas | Fotocredits Brügger/Meyer: Anja Fonseka | Fotocredits Schnider: Nadja Durisova
En coopération avec :
Zürcher Literaturwerkstatt #2/26 | Discours Agités #2version francaise
xyz
Zürcher Literaturwerkstatt #2/26 | Discours Agités #2
En coopération avec :
Discours Agités #1 | Zürcher Literaturwerkstatt 1/2026
Mit Sabine Haupt (Text), Eric Ehrhardt (Text), Anja Schmitter (Essai), Tatjana Hofmann, Maria-Lusie Tzikas und Lionel Hausherr
An den Zürcher Literaturwerkstätten werden in Arbeit befindliche Texte diskutiert. So wird sichtbar, was sich hinter der solitären Schreib- und Übersetzungsarbeit an literarischen Texten verbirgt: Fragen und Entscheidungen, mit denen in der Regel im Stillen gerungen wird, werden hier im Gespräch mit Kolleg*innen und dem Publikum reflektiert.In diesem Jahr kommt neu ein Essay der Diskurs-Veranstaltungsreihe "Discours Agités" hinzu, um der Schweizer Literaturlandschaft auf den Puls zu fühlen.Am 7. März mit folgenden Autor*innen:
Arzije Asani, Sphresa Jashari, Donat Blum, Dragica Rajčić Holzner, Demian Cornu und Anja Schmitter
En coopération avec :
Zürcher Literaturwerkstatt 2/2025
Queer-Feminismus Special mit Virginia Woolf, Lisa Rothen, Seda Keskinkılıç, Anaïs Meier, Ulrike Ulrich, Liliane Studer, Monique Schwitter, Elisabeth Wandeler-Deck, Donat Blum und Rémi Jaccard
Mit in Arbeit befindlichen Text von Lisa Rothen und Seda Keskinkılıç. Im Gespräch mit Anaïs Meier, Ulrike Ulrich, Liliane Studer, Monique Schwitter und Elisabeth Wandeler-Deck. Sowie einer Führung durch die Ausstellung von Rémi Jaccard
14.15 Uhr: Führung
15 – 17.30 Uhr: Literaturwerkstatt
Eintritt frei
LyrikTalk im Philosophicum Basel
Daniel Henseler (Bern), Christine Langer (Ulm) und Walter Schüpbach (Adligenswil und Luzern) sprechen über ihre Gedichte. Moderation: Vera Schindler-Wunderlich (Allschwil)
Wie liest man eigentlich zeitgenössische Gedichte? Könnten sich bei näherem Hinsehen mehr Welten öffnen als erwartet? Auch in diesem Jahr sprechen bei uns drei Lyrikschaffende über dieses Thema. Sie wählen dazu je ein Gedicht der beiden anderen aus, das sie überrascht hat, fasziniert, provoziert und berichten von ihrer persönlichen Leseerfahrung. Das Publikum ist eingeladen zum Mitlesen (Handout), Mitdenken, Mitsprechen.
Termin: Dienstag, 18.3.2025, 19.00 Uhr
Ort: Philosophicum, St. Johanns-Vorstadt 19/21, 4056 Basel
Eintritt: CHF 15.– / 12.– (AHV/IV/Studierende/KulturLegi)
Zürcher Literaturwerkstatt 1/2025
mit Stauffer, Rüegger, Bachmann, Gilles, Pichler
Zürcher Literaturwerkstatt mit Michael Stauffer, Julia Rüegger sowie den JULL-Extramundana- Autor*innen Stefan Bachmann, Chris Gilles und Lara Pichler
Seit 2007 diskutieren Schreibende und Lesende im Rahmen der Zürcher Literaturwerkstatt (ehemals «Teppich») in Arbeit befindliche Texte, regelmässig auch im Literaturhaus.
Zu Gast ist dieses Mal Michael Stauffer – er macht Prosa in allen Formen, ist Autor, Regisseur und Produzent von Hörspielen. Seit 2022 gibt es die JULL-Schreibgruppe Extramundana. Gegen 50 junge Fantasy-Schreibende aus der Deutschschweiz und Romandie haben bisher von Extramundana- Mentoraten profitiert und sind an Festivals oder Gruppenlesungen aufgetreten. Zwei von ihnen – Chris Gilles und Lara Pichler – bringen ihre Fantasy-Welten nun an die Zürcher Literaturwerkstatt, begleitet von ihrem Schreibcoach, dem Fantasy-Autor Stefan Bachmann.
Datum: Samstag, 15.3.2025, 15.00 Uhr, mit anschliessendem Apéro.
Ort: Literaturhaus Zürich, Debattierzimmer, 3. Stock, Limmatquai 62, 8001 Zürich.
Eintritt frei, Anmeldung unter info@literaturhaus.ch.
In Kooperation mit Alit – Netzwerk für Literatur und unterstützt durch Pro Litteris sowie Stadt und Kanton Zürich.