Tauche ein in die Sprachwelt der gefeierten albanisch-schweizerischen Autorin Drita Ademi.
Drita Ademi liest aus ihren feinfühligen Gedichten und ihrem Roman «Gefangenes Licht». ALIT lädt zu einem inspirierenden zweisprachigen Nachmittag voller Poesie und Dialog | Moderation: Dragica Rajčić Holzner | Eintritt frei
Der LyrikTisch Zürich (ein Projekt von ALIT – Netzwerk für Literatur) öffnet seine Werkstatt. Elf profilierte Stimmen präsentieren Gegenwartspoesie, die im monatlichen Dialog entstanden ist. Lyrik im Werden hörbar: aufmerksam, vielstimmig und tief berührend. Eine Einladung zu einer lebendigen poetischen Reise.
Liebe Freundinnen und Freunde des LyrikTischs: Wie klingt eigentlich Lyrik im Werden? Weitab von blosser Zustimmung oder schneller Ablehnung treffen wir uns jeden Monat im geschützten Raum, um im präzisen Dialog gemeinsam über neue Gedichte nachzudenken. Für das diesjährige «Zürich liest» verlassen wir unsere Werkstatt und laden Sie herzlich ein, an diesem kreativen Austausch teilzuhaben! Am Samstag bringen wir die vielstimmige Gegenwartspoesie unserer Gruppe direkt auf die Bühne. Erleben Sie eine facettenreiche Entdeckungsreise abseits ausgetretener Pfade – aufmerksam, lebendig und tief berührend. Die Autorin Dragica Rajčić Holzner liest auch Texte und führt als Moderatorin durch den Abend.
Mitwirkende
Dragica Rajčić Holzner, Asiye Müjgan Güvenli, Jeannine Osborne, Sabine Abt, Pedro Meier, Clemens Ulbricht Dragica Rajcic Holzner , Vera Schindler-Wunderlich, Marco Berg, Elisabeth Wandeler-Deck, Ruth Loosli, Walter Schüpbach, Claudia Sutter, Esther Ackermann
Dieter Fringelis Lyrik zum Neuentdecken: Herausgeber Rudolf Bussmann stellt den neuen Band, «das leben gefällt mir auch ohne mich» (Wallstein 2026), vor. Zehn Lyriker:innen von LyrikTisch setzen den Dialog mit Fringeli fort.
Der Schweizer Dichter Dieter Fringeli (1942–1999) war ein feinsinniger Beobachter unserer Sprache. Er erkannte in abgegriffenen Redewendungen ein spielerisches Potenzial, um hintergründigen Sinn, Schalk und feine Ironie freizulegen – selbst bei ernsten Themen wie Alter und Vergänglichkeit. Mit der im Wallstein Verlag erschienenen Auswahl «das leben gefällt mir auch ohne mich» liegen seine Gedichte nun als repräsentativer Querschnitt vor. Der Schriftsteller und Herausgeber Rudolf Bussmann stellt seiner Hommage einen Essay über die kreative Kraft der Lyrik voran und führt durch die Veranstaltung. Als Highlight treten Poet:innen des LyrikTischs in einen literarischen Dialog mit Dieter Fringelis Werk: Sie widmen dem Dichterkollegen eigene, frisch verfasste Zeilen und lassen seine Gedichte im Hier und Jetzt neu aufleben.
Mitwirkende Lyriker:innen
Sabine Abt, Marco Berg, Rudolf Bussmann, Asiye Müjgan Güvenli, Ruth Loosli, Pedro Meier, Dragica Rajčić Holzner, Jeannine Osborne, Vera Schindler-Wunderlich, Walter Schüpbach, Claudia Sutter, Clemens Ulbricht, Esther Ackermann.
Rudolf Bussmann stellt im Gespräch mit Katrin Eckert den neuesten Band der „Reihe der Autor:innen“ vor:
"Dieter Fringeli: das leben gefällt mir auch ohne mich" Ausgewählte Gedichte, Wallstein Verlag 2026. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Rudolf Bussmann.Sowie mit einer textlichen Begegnung mit Nora Gomringer.
Fringeli erkannte in abgegriffenen Redewendungen und Sprichwörtern ein Potential, mit dem er spielen, das er hinterfragen, aus dem er neuen Sinn gewinnen konnte. In seinen zumeist kurzen, von Ironie und Wortwitz durchzogenen Texten blitzt der Schalk durch, auch wenn es um ernste Themen wie Alter, Krankheit und Tod geht. Die Gedichtauswahl bringt einen repräsentativen Querschnitt seines Schaffens.Eintritt: CHF 25.- / 20.-
Leseprobe:
Verfrühte Einsichten
Wir sollten uns wieder einmal
Um die Berge kümmern
Um den Glauben
Der sie versetzt hat
Vor allem aber um die Holzfäller
Um ihren feindseligen Blick
Wenn sie die Bäume verwechseln
Wir sollten uns
Keinen guten Morgen mehr wünschen
Wenn es Abend wird
Uns ein wenig mehr
Vor den Vorräten fürchten
Und der Genauigkeit
Mit der sie verteilt werden
Literarischer Salon für Andrea Simmen und Kristin T. Schnider. Mit Nadia Brügger, Valerie Meyer, Judith Keller und Kristin T. Schnider
In den 1990er Jahren mischten die beiden Schriftstellerinnen Andrea Simmen (1960–2005) und Kristin T. Schnider (*1960) den Schweizer Literaturbetrieb auf. Sie schrieben über herkömmliche Narrative hinweg, befragten politische und soziale Missstände und interessierten sich für marginalisierte Lebensrealitäten und Daseinsformen. Für beide blieb die Sprache ein Wagnis: Ihren Texten ging und geht es um ein Erzählen, das dem Ungesicherten gegenüber offenbleibt. Nadia Brügger und Valerie Meyer laden zum literarischen Salon für die beiden Autorinnen ein und fragen nach, was ihre Texte bis heute anzetteln und welchen unverzichtbaren Beitrag sie zur Traditionsbildung schreibender Frauen in der Schweiz geleistet haben. Neben Kurzlesungen aus den Texten sprechen sie mit Kristin T. Schnider sowie der Autorin Judith Keller, die für Simmens «Ich bin ein Opfer des Doppelpunkts» (Reihe der Autor:innen / Wallstein) das Nachwort verfasst hat. Im Anschluss ist das Publikum eingeladen, auf der Grundlage eines von Brügger und Meyer in der Reihe «Discours Agités» erschienenen Essai zu Simmen und Schnider über Traditionslinien weiblichen Schreibens in der Schweiz zu debatieren.
Zu den Büchern: Andrea Simmens erstmals 1991 erschienenen Erzählungen «Ich bin ein Opfer des Doppelpunkts» sind 2025 in der «Reihe der Autor:innen» neu herausgegeben worden. Die Neuauflage von Kristin T. Schniders Debüt «Die Kodiererin» (1989) ist für 2027 ebenfalls bei Wallstein geplant.
Über die Projekte: Mit der «Reihe der Autor:innen» holen Alit und Wallstein ausgewählte Texte aus der Vergessenheit und machen sie der Öffentlichkeit (wieder) zugänglich.Im Rahmen von «Discours Agités» erscheinen im Verlauf des Jahres acht literarische Essais zum Zustand der Schweizer Literaturlandschaft in einem Newsletter. Jeder Essai wird an einer zugehörigen Veranstaltung debatiert, um den literarischen Diskur in der Schweiz zu fördern.
Vor der Veranstaltung in der Photobastei, findet um 17 Uhr die jährliche Mitgliederversammlung von «Alit – Netzwerk für Literatur» ebenfalls dort statt.
Fotocredits Keller: Ayse Yavas | Fotocredits Brügger/Meyer: Anja Fonseka | Fotocredits Schnider: Nadja Durisova
In Kooperation mit:
Mit Sabine Haupt (Text), Eric Ehrhardt (Text), Anja Schmitter (Essai), Tatjana Hofmann, Maria-Lusie Tzikas und Lionel Hausherr
An den Zürcher Literaturwerkstätten diskutieren Autor*innen in Arbeit befindliche Texte mit dem Publikum. Fragen und Entscheidungen, mit denen sonst im Stillen gerungen wird, werden im Gespräch reflektiert. So wird sichtbar, was sich hinter der oft solitären Schreibarbeit verbirgt. Die Texte und das eigene Schreiben wachsen im Austausch.
Am 2.5. diskutieren im Litertaurmuseum mit dem Publikum Sabine Haupt (Text), Eric Ehrhardt (Text), Anja Schmitter (Essai), Tatjana Hofmann, Maria-Lusie Tzikas und Lionel Hausherr.
Sabine Haupt, *1959 in Gießen (D), lebt seit 1980 am Genfersee, Mutter von zwei Töchtern, Schriftstellerin und emeritierte Professorin für Allgemeine und verglei-chende Literaturwissenschaft an der Uni Freiburg (CH).
Lionel Hausheer, *1993 in Zug, lebt und schreibt in Wien, unterrichtet an der Zürcher Hochschule im Studiengang Journalismus, schreibt Prosatexte und Lyrik.
Eric Ehrhardt, *1989 in Magdeburg, lebt in Zürich. Studium der Philosophie, Gräzistik und Germanistik in Leipzig, Basel und New York. Veröffentlichung von Gedichten, Erzählungen und Essays.
Dr. phil. Tatjana Hofmann hat an der Humboldt-Universität in Berlin Ethnologie, Slavistik und Germanistik studiert. Nach der Promotion in Zürich hat sie am dortigen Slavischen Seminar, am Collegium Helveticum (ETH), an der Universität St. Gallen und an der Universität Graz gearbeitet. Sie ist Wissenschaftlerin, Autorin und Übersetzerin.
Anja Schmitter studierte Germanistik und Komparatistik in Zürich, Bordeaux und Wien sowie Literarisches Schreiben an der Hochschule der Künste Bern. Sie schreibt Fiktion und literarische Reportagen.
Maria Lusie Tzikas, *1999 in Zürich, hat am Schweizerischen Literaturinstitut studiert, schreibt, fotografiert und performt. Durch ihre Arbeiten hallen die Mutter- und Vatersprachen Deutsch, Russisch und Griechisch. Derzeit Studium im CAP an der
@hkb_bfh
In Kooperation mit:
Mit Sabine Haupt (Text), Eric Ehrhardt (Text), Anja Schmitter (Essai), Tatjana Hofmann, Maria-Lusie Tzikas und Lionel Hausherr
An den Zürcher Literaturwerkstätten werden in Arbeit befindliche Texte diskutiert. So wird sichtbar, was sich hinter der solitären Schreib- und Übersetzungsarbeit an literarischen Texten verbirgt: Fragen und Entscheidungen, mit denen in der Regel im Stillen gerungen wird, werden hier im Gespräch mit Kolleg*innen und dem Publikum reflektiert.In diesem Jahr kommt neu ein Essay der Diskurs-Veranstaltungsreihe "Discours Agités" hinzu, um der Schweizer Literaturlandschaft auf den Puls zu fühlen.Am 7. März mit folgenden Autor*innen:
Arzije Asani, Sphresa Jashari, Donat Blum, Dragica Rajčić Holzner, Demian Cornu und Anja Schmitter
In Kooperation mit:
Queer-Feminismus Special mit Virginia Woolf, Lisa Rothen, Seda Keskinkılıç, Anaïs Meier, Ulrike Ulrich, Liliane Studer, Monique Schwitter, Elisabeth Wandeler-Deck, Donat Blum und Rémi Jaccard
Mit in Arbeit befindlichen Text von Lisa Rothen und Seda Keskinkılıç. Im Gespräch mit Anaïs Meier, Ulrike Ulrich, Liliane Studer, Monique Schwitter und Elisabeth Wandeler-Deck. Sowie einer Führung durch die Ausstellung von Rémi Jaccard
14.15 Uhr: Führung
15 – 17.30 Uhr: Literaturwerkstatt
Eintritt frei
Daniel Henseler (Bern), Christine Langer (Ulm) und Walter Schüpbach (Adligenswil und Luzern) sprechen über ihre Gedichte. Moderation: Vera Schindler-Wunderlich (Allschwil)
Wie liest man eigentlich zeitgenössische Gedichte? Könnten sich bei näherem Hinsehen mehr Welten öffnen als erwartet? Auch in diesem Jahr sprechen bei uns drei Lyrikschaffende über dieses Thema. Sie wählen dazu je ein Gedicht der beiden anderen aus, das sie überrascht hat, fasziniert, provoziert und berichten von ihrer persönlichen Leseerfahrung. Das Publikum ist eingeladen zum Mitlesen (Handout), Mitdenken, Mitsprechen.
Termin: Dienstag, 18.3.2025, 19.00 Uhr
Ort: Philosophicum, St. Johanns-Vorstadt 19/21, 4056 Basel
Eintritt: CHF 15.– / 12.– (AHV/IV/Studierende/KulturLegi)
mit Stauffer, Rüegger, Bachmann, Gilles, Pichler
Zürcher Literaturwerkstatt mit Michael Stauffer, Julia Rüegger sowie den JULL-Extramundana- Autor*innen Stefan Bachmann, Chris Gilles und Lara Pichler
Seit 2007 diskutieren Schreibende und Lesende im Rahmen der Zürcher Literaturwerkstatt (ehemals «Teppich») in Arbeit befindliche Texte, regelmässig auch im Literaturhaus.
Zu Gast ist dieses Mal Michael Stauffer – er macht Prosa in allen Formen, ist Autor, Regisseur und Produzent von Hörspielen. Seit 2022 gibt es die JULL-Schreibgruppe Extramundana. Gegen 50 junge Fantasy-Schreibende aus der Deutschschweiz und Romandie haben bisher von Extramundana- Mentoraten profitiert und sind an Festivals oder Gruppenlesungen aufgetreten. Zwei von ihnen – Chris Gilles und Lara Pichler – bringen ihre Fantasy-Welten nun an die Zürcher Literaturwerkstatt, begleitet von ihrem Schreibcoach, dem Fantasy-Autor Stefan Bachmann.
Datum: Samstag, 15.3.2025, 15.00 Uhr, mit anschliessendem Apéro.
Ort: Literaturhaus Zürich, Debattierzimmer, 3. Stock, Limmatquai 62, 8001 Zürich.
Eintritt frei, Anmeldung unter info@literaturhaus.ch.
In Kooperation mit Alit – Netzwerk für Literatur und unterstützt durch Pro Litteris sowie Stadt und Kanton Zürich.